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Chapter 2

10 Minuten später wartete Syrian schon am Treffpunkt, dem alten Brunnen. Es war ein schönder, großer Brunnen, mit vielen Skulpturen, die durch die Eiszapfen, die daran hingen, einen surrealen Touch bekamen.

"Hey, Yoa, ich hab deine Nachricht gelesen und machte mir Sorgen, was ist denn passiert?"

Als ich Syr begrüßt hatte und mich insgeheim vergewissert hatte, nicht zu träumen, erzählte ich ihm die ganze Geschichte. Als ich endlich geendet hatte, schaute Syr mich mit großen Augen an. 

"Deswegen also machst du dir solche Sorgen? Ach Yoa, so kenne ich dich ja gar nicht", meinte er lächelnd. Auf meinen fragenden Blick hin, antwortete er: "Sonst nimmst du doch keinen Traum so ernst. Du bist immer ein richtiger Realitäts-Mensch. Dass du überhaupt träumst."

"Soll das heißen, dass du... es lächerlich findest?", fragte nun ich entsetzt. Was wollte er damit nun sagen? Doch sein plötzlicher Mienenwandel von einem Lächeln zu einem furchtbar ernstem Gesicht unterbrach meine Gedanken.

"Nein, so meinte ich das nicht.", sagte Syr nun und rückte etwas näher zu mir, umarmte mich fest und flüsterte dann: "Ich dachte schon, du wolltest mir einen Bären aufbinden. Aber wie könntest du... du könntest ja nicht wissem dass..." 

"Dass was?", fragte ich nachdrücklich. "Dass ich diesen Traum mit dir anscheinend irgendwie... geteilt habe." Seine Stimme war am Ende des Satzes sehr brüchig und ich konnte verstehen warum. Ich schmiegte mich in seine Arme und versuchte ihn zu beruhigen, obwohl es mir selbst sehr unheimlich vorkam: "Das war alles nur Zufall. Wir beide kennen uns einfach so gut und wir haben vielleicht... eine ganz besondere Art von Bindung zwischen uns. Das ist alles. Nun, komm und setz dich mal hin.", meinte ich und wir ließen uns auf dem Steinrand des Brunnens wieder. 

Hier saß ich gern. Von hier konnte man die Menschen, die in der Stadt Tag für Tag herum wuselten beobachten, die Veränderungen des alten Baums im Laufe der vier Jahreszeiten und die der Ortschaft drum herum verfolgen.

"Warum. Ich meine: Warum träumen wir den selben Traum? Warum tauchst du plötzlich auf und erzählst mir davon, dass du von mir geträumt hast, wenn ich dir erzählen wollte, dass ich von dir geträumt habe? Und es anscheinend auch noch die gleiche Begebenheit war?", Syr konnte es genau so wenig fassen wie ich. Doch ich musste rational denken. Es musste eine ganz normale Erklärung dafür geben. 

"Syr, hör mal. Das ist eine sache gewesen, die kann vielleicht mal in äußerst seltenen Fällen vorkommen. Aber lass uns deswegen nicht verrückt werden, ja?", frage ich und sah ihn dabei lächelnd an. "Na gut", lächelte Syrian zurück. "Vielleicht hast du recht. Es ist zwar komisch, aber wer weiß? Wahrscheinlich war es einfach nur Glück. Oder so was ähnliches."

Wir saßen noch eine Weile auf dem brunnen und redeten über dies und das, beschlossen dann aber, lieber wieder ins Warme zurück zu kehren. So kam er noch auf einen Sprung mit zu mir und wir wärmten uns bei einer heißen Tasse Schokolade wieder auf.

"Danke.", sagte Syrian und ich erwiederte, dass er sich doch nicht bedanken müsse, ich sei schließlich dafür da mich um ihn zu kümmern, als seine Freundin. Lächelnd küsste er mich. "Und genau deshalb möchte ich dir danken. Weil du meine Freundin sein möchtest."

Dann rief leider die Pflicht und Syrian musste sich auf den Weg nach Hause machen, wo er gerade eigentlich noch mitten in Modernisierungsmaßahmen steckte. Syrian war immer der Erste, wenn es darum ging, Neues auszuprobieren. Im Moment hieß das: Monitore in Rahmen fassen und in Schränke udn Wände integrieren, Softwareupdates für seine Systeme beschaffen und sich darum kümmern, dass die Perioherie an Ort und Stelle war.

Ich verbrachte viel Zeit am Pc, um ihm möglichst nahe zu sein, denn das Netz war eine der einfachsten Möglichkeit, mit ihm in Kontakt zu bleiben.

An jenem Abend ließ ich mich beruhigt und erschöpft in mein Bett fallen und dämmerte ein...

 

>Fortsetzung folgt< 

5.9.08 22:56
 


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