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Chapter 6

"Du, ich muss leider los. Muss noch was besorgen und die Läden mahen gleich zu."

"Klar! Kein Problem! Sorry, dass ich dich so lange aufgehalten habe. Der Nachmittag war aber echt schön!", bedankte ich mich bei Syr und führte ihn zur Tür. Wir verabschiedeten uns und ich ließ ihn schweren Herzens gehen.  Ich habe nie ein gutes Gefühl, wenn er mit seinem Motorrad unterwegs ist, doch an diesem Tag war es irgendwie ein beklemmendes Gefühl. Die Stimmung war den ganzen Nachmittag wunderbar und echt gelöst gewesen. Doch nun schlug sie bei mir blitz schnell um. Ich beobachtete Syrian noch, wie er auf sein Bike stieg.

"Syr!"

Irgendetwas sagte mir, dass ich ihn wenigstens noch ein paar Minuten aufhalten musste. "Ja?", er schaute mich fragend an. "Ich äh... wollte dir noch sagen, dass du heute besonders aufpassen musst, ja?", antwortete ich und näherte mich ihm langsam. "Warum, was ist denn? Ich bin doch immer vorsichtig...", meinte Syr und sah mich, wie ich jetzt so vor ihm stand, recht verwirrt an. Ich wusste  nicht, was ich sagen sollte, deshalb stand ich nur vor ihm und umarmte ihn vorsichtig.Er erwiederte die Umarmung herzlich, schloss mich in seine Arme und drückte mich fest an sich. "Keine Sorge, ich weiß, was ich tue und ich fahre auch vorsichtig!" , flüsterte Syrian mir ins Ohr, danach wurde alles schwarz um mich herum.

Als ich wieder aufwachte, wusste ich, dass etwas schreckliches passiert war. Syrian war, als er die Straße zur Innenstadt genommen hatte, mit einem Baustellenfahrzeug zusammengeprallt, das außer Kontrolle rückwärts aus der Baustelleineinfahrt gerollt war. Er hatte nicht überlebt. Ich lag in meinem Bett und war tränenüberströmt, schrie nach Syrian und kreischte vor Schmerz. 

"Yoa! Was ist los? Was ist pasiert??", aufgeregt kam Syr ins Zimmer gerannt, sah mich erschrocken an. "Ich hielt kurz inne, um dann in weiteren Tränen zu versinken. Es ging ihm gut. Aber wie...? Ich wusste doch, was passiert war. Ich hatte es doch gerade eben gesehen! 

Syrian beugte sich zu mir und versuchte mich zu beruhigen. "Hey, hey. Alles ist okay. Du bist zuhause, in deinem Bett. Ich habe mich etwas um dich gekümmert, weil du plötzlich ohnmächtig geworden bist. Was war? Warum bist du mir plötzlich umgekippt?", fragte er mich, als ich mich einigermaßen gefangen hatte.

"Ich weiß es nicht", antwortete ich. "Ich weiß nur, dass ich etwas gesehen habe. Ich... ich habe gesehen, dass du einen Unfall hattest. Auf deinem Motorrad. Du warst... du..." Syr wusste, wie ich den Satz vollenden wollte, aber nicht konnte. "Ist schon gut, Yoa, es ist alles in Ordnung. Ich bin ja da und mir ist nichts passiert. Das war vielleicht wieder eine Art Vision, wie die von heute Morgen. Doch diesmal hat sie sich nicht bewahrheitet. Und das wird sie auch nicht. Ich bin bei dir geblieben, als du umgekippt bist, vielleicht hat mich das ja davor bewahrt." 

Er beugte sich zu mir und küsste mich. Ich war wirklich beruhigt. Es war sehr seltsam, aber ich fühlte mich ruhig. Da war nicht mehr dieses Gefühl, welches mir sagte, dass gleich etwas passieren würde. Ich wusste, dass Syr dem Unfall entgangen war. 

"Es tut mir leid. Jetzt hast du den ganzen Abend bei mir verbracht und konntest gar nicht mehr in die Stadt.", entschuldigte ich mich bei ihm. Er meinte darauf, dass er mir danken sollte, da ich ihm durch meine Ohnmacht den Unfall erspart hatte. Ich war mir da auf einmal nicht mehr so sicher, vielleicht wäre ja nichts dergleichen passiert. Doch was wenn doch...?

Dieser Gedanken ging mir nicht mehr aus dem Kopf und Syrian erklärte sich bereit, bei mir zu bleiben. So konnte ich wenigstens beruhigt sein, dass ihm nicht doch noch etwas zustieß. Wir schliefen bald ein und ich hatte die erste geruhsame Nacht seit einer Woche.

 

<fortsetzung folgt>

13.9.08 11:50
 


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